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800/2700 Success

Cicono
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Need for Speed: Payback
50
Guter Arcade Racer, bedürftiges Need for Speed.

Nach 2 Jahren erscheint also wieder ein neues Need for Speed. Mein Ersteindruck des Spiels ist eher mittelmäßig. Das Spiel spielt sich nicht besonders anders als bisherige Need for Speed und bleibt seinem Arcade-Stil treu, jedoch haben EA und Ghost Games mit dem einem Schritt vorwärts zwei Schritte zurück gemacht.

Fortune Valley bietet eine ziemlich große Open-World, die vom Grundprinzip her relativ abwechslungsreich gestaltet ist, im Detail jedoch leblos und faul wirkt. Ich habe mich wirklich oft dabei ertappt, die Fast-Travel Funktion zu benutzen, da mir die Spielwelt keinen Anreiz bietet, 15 Minuten von Punkt A nach Punkt B zu fahren.

Die größten Kritikpunkte sind aber diese:
- lineare Verfolgungsjadgen
- verwirrendes Leistungstuning
- spartanisches Optiktuning

Verfolgungsjagden:
Diese sind insofern ein Problem, da sie komplett linear im Checkpointsystem gestaltet sind. Dem Spieler sind absolut keine Möglichkeiten gegeben, den Jagden durch clevere Manöver zu entkommen. Stattdessen hängen Cops regelrecht an einem Gummiband und schaffen es selbst bei 350 km/h mit einem Dodge Charger eine Viper zu überholen. Zudem nervt der Fakt, dass ca. 1 km vor dem "Escape-Point" die Polizisten einfach langsamer werden, somit ist kaum Herausforderung gegeben, den Cops überhaupt zu entkommen, da diese einen einfach ziehen lassen.

Leistungstuning:
Dieser Punkt ist so ziemlich das größte Problem an NFSP. Es bleibt mir ein Rätsel, wieso man das System aus 2015 gegen ein zufälliges Kartensystem zu tauschen. Ein solches System gab es zwar schon in anderen Spielen, wie etwa "The Crew", bei diesem erhielt man Karten jedoch entsprechend seiner Fahrleistungen. Bei NFSP geschieht dies völlig zufällig und so kann es gut sein, dass man Karten erhält, die schlechter als die bereits ausgestattete Karten sind. Man kann sich Karten zwar kaufen, oder 3 Karten eintauschen, um eine neue zu erhalten, jedoch sind die Karten sehr hoch bepreist oder man verläst sich eben wieder auf den Zufall.

Optiktuning:
Anfänglich sieht das Optiktuning relativ umfangreich aus, was es auch im Vergleich zu derzeitigen Konkurrenten ist, jedoch reicht es bei weitem nicht an die alten NFS-Teile heran. Beispielsweise sind für die meisten Fahrzeuge nur 2-3 Stoßstangen (die teils kaum etwas ändern) verfügbar, Scheinwerfer werden einfach nur getönt (hierbei gibt es auch
nur voreingestellte Farben anstatt einer freien Auswahl an Farben) und die Fenster können nur in der Helligkeit verstellt werden. Zudem können die Teile nur durch Aktionen freigeschaltet werden (bspw 314 km/h fahren, um Heckspoiler freizuschalten oder Garagen kaufen, um Kotflügel freizuschalten), was in manchen Fällen zu massiven Verzögerungen führen kann.

Alles in einem ist Need For Speed ein guter Arcade Racer für zwischendurch, für Leute die sich nicht auf optische Veränderungen oder stundenlange Verfolgungsjagden konzentrieren, sondern eben spielen, um zwischendurch ein bisschen Spaß am fahren zu haben.

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