Tja, nach 110 Std habe ich Starfield dann doch abgeschlossen. Mein Resümee:
-Anfangs ist es wirklich beeindruckend. Alles ist riesig, es wirkt modern, grafisch und akustisch ist es wirklich gut. Man kann sich sein Raumschiff gestalten, wie es einem gefällt (und wie es der Erfahrungsstand zulässt).
-Man bekommt schnell etwas, manchmal zu vieles an aufgaben und Aufträgen angeboten. Einiges davon lässt sich anfangs nur mühseelig bis gar nicht erledigen. Hervorzuheben sind dabei Transport- und Versorgungsaufträge, die in zu weit entfernte Systeme führen oder Ressourcenförderung, die auf einigen Planeten erst mit der entsprechenden Erfahrung freigeschaltet werden können.
Damit bin ich auch schon bei den Problemen und Fehlern, die das Spiel aufweist. Es ist zwar alles groß und es gibt viele Sternensysteme. Leider passiert in den Meisten dann aber rein gar nichts. Einige Planeten und Gasriesen lassen sich ( logischerweise) gar nicht betreten. Die Planeten und Monde, denen man einen Besuch abstatten kann, sind selten besiedelt, hin und wieder gibt es eine Flora und Fauna, oftmals kleine Forschungsanlagen und Fabriken, die aber wie aus dem Baukasten nur wenig bis gar keine Unterschiede aufweisen. Selbst die Gegner, meist Space-Piraten, stehen und sitzen an den gleichen Orten.
Ebenfalls störend ist die Sprachausgabe. Es sind zwar einige bekannte Stimmen im Spiel vorhanden, leider ist auf eine gewisse Synchronität oder zumindest auf die Kombination aus Lippenbewegung und Sprache nicht viel wert gelegt worden. Dummerweise wollen die Charaktere auch noch sehr viel von sich und ihrem Leben preis geben und einen in Gespräche verwickeln oder wertlose Fundsachen überreichen, für das Spiel hat dies aber keinen wirklichen Mehrwert.
Leider ist die Story dann auch nicht so der Reißer. Man findet ein Artefakt und versucht mit seinen Freunden herauszufinden, was es damit auf sich hat und wo es herkommt. Dazu ein paar Visionen und "Zack!", fertig ist die Science-Fiction-Weltraum-Story... Wobei, Weltraum ist auch zuviel gesagt.
Man besitzt zwar ein Raumschiff, dass sich modifizieren und fliegen lässt, die eigentliche Reise zu anderen Planeten und Systemen findet dann doch tatsächlich als Schnellreise statt, indem man auf seiner Galaxiekarte ein System auswählt. Einzig die weite reise ist durch unerforschte oder in dem Fall noch nicht genutzte Routen nicht möglich. Prinzipiell kann man von Anfang an reisen, soweit der Antrieb reicht. Hin und wieder gerät man an gegnerische Raumschiffe, die aber keine wirkliche Herausforderung darstellen. Hier entscheidet dann stumpf die Ausrüstung und das Rep.-Inventar.
Alles in Allem ist Starfield zwar ganz nett und macht anfangs Lust auf mehr, durch viele kleine Fehler, fehlende Abwechslung und lahme Story wird es ab einem gewissen Punkt eher ein stumpfes abarbeiten von Aufgaben, um möglichst bald das Storyende zu erreichen und dann wieder Platz auf der Festplatte schaffen zu können. Ich habe das Spiel im Sale erworben und ärgere mich selbst da etwas über den Preis, den ich bezahlt habe. Ich würde es mir nicht wieder kaufen und kann es eigentlich nicht empfehlen.
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-Riesige Open-World
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-Tolle Synchronsprecher
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-Weltraumsetting
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-Leere Open World
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-Sprachausgabe asynchron
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-Selten im Weltraum unterwegs